D. Neuwagen BMW
Wir fahren aktuell bereits den dritten BMW 2er in Folge und waren bisher von dem Modell – insbesondere dem Gran Tourer – absolut überzeugt. Die technische Zuverlässigkeit, eine beeindruckende Reichweite von über 1.100 km pro Tankfüllung und die intuitive Bedienung über den iDrive-Controller (Dreh-Drücksteller) ließen für uns keine Wünsche offen.Leider wurde die Freude am Fahrzeug durch ein massives Versagen des Service-Teams bei Auto Hoffmann in Ingolstadt überschattet.Nach einem regulären Service-Termin leuchtete bereits nach 15 km Fahrt das gesamte Cockpit rot auf. Diagnose nach dem Nothalt: Die Ölablassschraube wurde verloren. Ein klassischer Montagefehler der Werkstatt, der im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden hätte führen können.Während der BMW-Notdienst (Eintreffen binnen 15 Min.) hervorragend reagierte, war das Verhalten des Autohauses Hofmann danach enttäuschend:Kein Entgegenkommen: Obwohl die Werkstatt den Fehler eindeutig verursacht hatte, sollten wir die Abholung zur Reparatur per Taxi selbst organisieren und vorab bezahlen.Mangelnde Kommunikation: Bei der Abholung war kein Verantwortlicher für ein klärendes Gespräch bereit. Wir erhielten den Schlüssel kommentarlos von der Empfangsdame mit dem Hinweis, der Meister sei „gerade nicht da“.
Toller Service oder?
2.
Unser zweiter 2er BMW (Active Tourer) bestätigte uns zwar in der Wahl des Fahrzeugmodells, aber leider auch in unserer negativen Meinung über den Service von Auto Hofmann in Ingolstadt.Vor einer 3.000 km langen Urlaubsreise ließen wir den großen 120.000-km-Service durchführen. Expliziter Auftrag meiner Frau: Bitte die Bremsbeläge und alle relevanten Teile prüfen, damit wir im Ausland keine Probleme bekommen. Die Zusage erfolgte, die Umsetzung war jedoch mangelhaft.Bereits 30 km nach Fahrtantritt in den Urlaub leuchtete die Verschleißanzeige auf. Telefonische Auskunft des Meisters bei Hoffmann: „Kein Problem, Sie können locker noch 3.000 bis 4.000 km fahren.“ Eine fatale Fehleinschätzung! Nur 500 km später wechselte die Anzeige auf Rot mit der Aufforderung, sofort eine Werkstatt aufzusuchen.Die Folgen:Statt Erholung mussten wir im ländlichen Italien eine BMW-Werkstatt suchen.Zwei verlorene Urlaubstage und 500 € Zusatzkosten.Die Reaktion von Auto Hofmann nach unserer Rückkehr: Ein lapidares „Ja mei, kann passieren“.Fazit: . Als Krönung fiel bei ca. 130.000 km auf, dass das Navigationssystem plötzlich nur noch Grundfunktionen ausführte. Um wieder aktuelle Verkehrsinformationen (Echtzeit-Staudaten) zu erhalten, sollten wir ein Erweiterungspaket für 120 € kaufen. Dass man bei einem sogenannten Premium-Hersteller für Funktionen, die heute jedes kostenlose Smartphone-Navi besser beherrscht, nachträglich zur Kasse gebeten wird, setzt dem Ganzen die Krone auf. In Kombination mit dem mangelhaften Werkstatt-Service ist das weit entfernt von „Freude am Fahren“.
3,
Obwohl ich nach den Erlebnissen mit den Vorgängern dagegen war, haben wir uns meiner Frau zuliebe vor drei Wochen erneut für den aktuellen 2er Active Tourer entschieden. Ein Fehler, wie sich bereits jetzt zeigt.Technik-Frust ab Tag 1:Das Auto ist brandneu, doch die Software wirkt unausgereift. Die Freisprechanlage verliert alle paar Tage die Verbindung zum einzigen angemeldeten Handy. Seit heute verweigert der Sprachassistent komplett den Dienst und das Navi läuft erneut nur im eingeschränkten Grundmodus. Das bedeutet: Nach nur drei Wochen müssen wir schon wieder zu Auto Hofmann – dem einzigen BMW-Partner in Ingolstadt, vor dessen Service mir nach den Erfahrungen der letzten Jahre (verlorene Ölschraube, ignorierte Bremsbeläge vor Urlaubsreise) graut.Mein Fazit nach drei Generationen BMW 2er:Premium-Preis ohne Premium-Gegenwert: Jedes Extra kostet horrende Aufpreise, und die Software-Funktionen sind oft nur für zwei Jahre freigeschaltet. Man wird als Kunde zum Dauer-Abonnenten degradiert.Unterirdischer Service: Die Arroganz und Uneinsichtigkeit der Werkstatt in Ingolstadt ist bei diesen Fahrzeugpreisen nicht hinnehmbar.Konsequenz: Uns steht bald die nächste Urlaubsfahrt bevor, und das Vertrauen in das Fahrzeug ist bei Null. Sobald wir zurück sind, wird der Wagen verkauft.BMW und die deutsche „Premium“-Autoindustrie scheinen den Kontakt zur Realität und zum Kunden verloren zu haben. Im Freundeskreis sehen wir bei aufstrebenden Marken bereits, dass es anders geht: Mehr Ausstattung, bessere Garantie und vor allem ein respektvoller Service. Für uns heißt es nach diesem Urlaub: Nie wieder BMW.