Gute E-Auto-Beratung endet nicht beim Kauf: Warum Ladezubehör für Autohäuser zum Vertrauensfaktor wird

Quelle: Pixabay.com / bayern-reporter_com

Obwohl sich E-Autos schon seit Jahren auf Deutschlands Straßen bewähren, herrscht rund um die Batterie und das Laden nach wie vor Skepsis. Vor allem erstmalige Käufer, die vom klassischen Verbrenner zur E-Mobilität wechseln, müssen im Autohaus auf besondere Weise abgeholt werden. Hier endet guter Service nicht mit der Schlüsselübergabe. 

 

Reichweite, Ladesäulen und Equipment: Ängste nehmen und proaktiv informieren

Beim Umstieg vom Verbrenner auf ein E-Auto spielt die Reichweite eine zentrale Rolle für viele Käufer. Da individuelle Faktoren wie Kälte, Hitze oder Fahrverhalten diese beeinflussen können, sollten Autohäuser hier ganz transparent arbeiten und nicht auf die Herstellerangaben unter idealen Bedingungen pochen. Wer dem potenziellen Kunden hier bereits erste Ängste nehmen kann, ist dem Verkaufsabschluss bereits ein Stück näher. Rund um den Ladevorgang und das neu benötigte Equipment herrscht beim Umstieg ebenfalls häufig eine gewisse Unsicherheit.

Viele Käufer wissen nicht, ob das mitgelieferte Kabel reicht und welches Zubehör sie an öffentlichen Ladesäulen brauchen. Wenn Autohäuser hier direkt hochwertige Ladeausstattung für Elektroautos empfehlen oder diese im Paket mit verkaufen, zahlt das auf das Sicherheitsgefühl der Kunden ein. Dabei reicht es, gängige Probleme aus der Praxis aufzugreifen, um kompetent zu informieren:

  • 11 oder 22 kW? Nach wie vor sind viele E-Fahrzeuge nur mit einem 11-kW-Bordlader ausgestattet. In diesem Fall wären Wallbox und Ladekabel mit 22 kW nur unnötig teurer, da die Ladeleistung nicht abgerufen werden kann.
  • Länge des Ladekabels? Wenige Parklücken in der Stadt oder die Missachtung von E-Ladeparkplätzen durch andere Verkehrsteilnehmer machen das Ladekabel vom Hersteller im Alltag oft unpraktisch. Besser geeignet sind qualitativ hochwertige Ladekabel von Marken wie z.B. Voldt® mit einer Länge zwischen sieben und zehn Metern.
  • Wallbox melden: Eine Wallbox mit 11 kW muss nicht genehmigt, aber beim Netzbetreiber angemeldet werden. Stärkere Wallboxen mit 22 kW hingegen bedürfen vorab einer Genehmigung.

 

Mehr Sparringpartner als Verkäufer: Vertrauen gewinnen, dann verkaufen

Autohäuser sollten darüber hinaus auch eigens aufbereitetes Infomaterial rund um das wichtigste Zubehör für E-Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Wer erstmals auf die E-Mobilität umsteigt, hat keinerlei Ahnung von einem Typ-2-Kabel und den Unterschieden zwischen ein- und dreiphasigen Ladekabeln. Häufig fehlt es jedoch an echten Experten, sodass die Informationen mit einer gewissen Unsicherheit rein aus dem Internet oder dem Bekanntenkreis gezogen werden. Vor allem ländliche Autohäuser sind gut darin beraten, der Konkurrenz hier einen Schritt voraus zu sein und sich als neutraler Sparringpartner schon lange vor dem Verkauf zu präsentieren. Wer ohne Gegenleistung echte Informationen teilt, die Sorgen ernst nimmt und als Problemlöser agiert, hat beim nächsten Autokauf einen wichtigen Vertrauensvorschuss.

 

Gute Ladeberatung stärkt Langzeitbindung

Der Autokauf ist für viele Menschen emotional stark aufgeladen, immerhin geht es hier um große Summen. Entsprechend verbinden Käufer die Beziehung zum Autohaus nur selten als neutral, sondern entweder positiv oder negativ. Das wirkt sich in weiterer Folge stark auf die Mundpropaganda aus und kann den Ruf positiv fördern, aber auch negativ schädigen. Eine gute Ladeberatung beim Verkauf von E-Fahrzeugen zahlt ohne Zusatzkosten direkt auf die positive Langzeitbindung ein. Autohäuser tun gut daran, beim Umstieg auch nach dem Verkauf eine proaktive Position einzunehmen. Folgeanrufe zur Problemlösung oder ein Praxistermin an der Ladesäule zeigen dem Käufer, dass sie mit ihren Unsicherheiten in puncto E-Mobilität nicht alleine sind.

 

Gebrauchte E-Fahrzeuge als künftiger Markt für hochwertiges Ladezubehör

Die erste Generation von E-Fahrzeugen wird mittlerweile auch bereits immer häufiger als Gebrauchtwagen angeboten. Auch hier entsteht für Händler eine weitere Nische, die sich bei klassischen Verbrennern nicht auftut. Wer erstmalig umsteigt, braucht neben dem Fahrzeug auch direkt eine passende Wallbox für Zuhause. Zudem können Kabel bereits Verschleißerscheinungen aufweisen, was bei Kunden keinen positiven ersten Eindruck hinterlassen würde. Hier ist es wichtig, passenden und neuwertigen Ersatz anzubieten.